Übelkeit schwindel unterzucker

Bei einer sehr schweren Hypoglykämie: Krampfanfälle Bewusstlosigkeit bis zum Koma Wann sich eine Hypoglykämie bemerkbar macht, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Wichtig ist, die Warnzeichen zu kennen und entsprechend zu reagieren. Unterzucker ohne Vorwarnung Je länger ein Diabetes besteht, desto eher kann es zur sogenannten Hypoglykämie-Wahrnehmungsstörung kommen. Der Blutzucker rutscht unbemerkt in den Keller und der Betroffene kann von einem Moment auf den anderen bewusstlos werden. Wer dazu neigt, dem können spezielle Hypoglykämie-Schulungen helfen, den Körper und die eigene Wahrnehmung wieder zu trainieren. Unterzucker: Was tun? Reagieren Sie möglichst schon bei den ersten Anzeichen einer Hypoglykämie. Die wichtigste Regel: Erst essen, dann messen! Ist der Patient bei Bewusstsein: Rasch verwertbare Kohlenhydrate einnehmen bzw. Flüssige Zuckerlösung für unterwegs gibt es fertig aus der Apotheke. Je nach Hypoglykämie sollten es 20 bis 30 Gramm Glukose pro Gabe sein. Danach: Blutzucker messen. Bei weiterhin niedrigen Werten erneut Glukose geben. Ist der Patient nicht bei Bewusstsein: Bei Bewusstlosigkeit muss das Hormon Glukagon verabreicht und der Notarzt gerufen werden. Glukagon setzt Glukose aus der Leber frei. Sie erhalten es als Notfall-Set bei uns in Ihrer Apotheke. Es wird vom behandelnden Arzt verschrieben. In Kürze wird Glukagon auch als Nasenspray zur Verfügung stehen, was wesentlich leichter zu handhaben ist. Tipp: Lassen Sie sich die Anwendung des Glukagons vom Arzt oder Apotheker erklären. Am besten Sie üben das Spritzen schon zu Hause, zum Beispiel an einer Apfelsine. Auch Ihre Angehörigen sollten darin geschult sein. Unterzuckerung: Wie schlimm ist es? Man unterscheidet leichte, mittelschwere und schwere Unterzuckerungen: Leichte Unterzuckerung Ist der Blutzuckerspiegel leicht gesunken, zeigen sich erste körperliche Anzeichen wie Schwitzen, Zittern oder Herzklopfen. Jetzt können Betroffene sich noch gut selbst helfen, indem sie rasch circa 20 Gramm Traubenzucker zu sich nehmen oder Apfelsaft trinken. Mittelschwere Unterzuckerung Das Gehirn leidet unter Zuckermangel. Zu den körperlichen Anzeichen kommen weitere Symptome: Seh- und Übelkeit schwindel unterzucker, Verwirrtheit, Reizbarkeit, Angst. Die Patienten sind zwar bei Bewusstsein, aber nicht mehr in der Lage, sich selbst zu helfen.