Normale geburt mit pda erfahrungen

Und auch von anderen Seiten hört man meist den Rat, die Wehenschmerzen lieber wegzuatmen. Es wird vor Problemen beim Pressen und möglichen Folgen wie Lähmungen, Hirnhautentzündung oder chronischen Kopfschmerzen gewarnt. Klar, dass man als werdende Mutter dann ziemlichen Respekt vor einer PDA hat. Anzeige Doch je näher die Geburt meines ersten Kindes rückte, desto mehr beschäftigte ich mich mit allen möglichen Szenarien, um am Ende nicht überrascht oder enttäuscht zu sein. Das umfasste neben Kaiserschnitt oder Eingriff mit der Saugglocke auch die PDA. Lesetipp Andrea Zschocher Ist eine Geburt mit PDA wie Schummeln? Ich wollte einfach eine starke Frau sein, eine starke Mutter, die das allein schafft, was auch schon Milliarden von Frauen vor ihr geschafft haben. Eine PDA war für mich ein wenig wie Schummeln: So als würde man einen Marathon am Ende nicht mehr selbst laufen, sondern von jemandem ins Ziel getragen werden und trotzdem normale geburt mit pda erfahrungen. Und ich muss zugeben, dass ich dieses Gefühl auch heute noch habe, wenn ich von der Geburt erzähle. Ich habe mich im Vorfeld viel mit der mentalen Vorbereitung auf die Geburt befasst. Ich hatte Vertrauen in meinen Körper gefasst, dass er die Geburt meistern würde. Meine Wunschvorstellung war es, die Geburt und die Stunden davor bei entspannter Musik in der Gebärwanne zu liegen, da das warme Wasser eine Wohltat bei Wehenschmerzen sein soll. Dass ich höchstens schmerzlindernde Medikamente bekomme. Aber natürlich kam am Ende alles anders. Die Geburt meines Kindes, in meiner Wunschvorstellung. Ist klar! Dass ich nicht lache. Im sechsten Monat begannen dann die Übungswehen in Bauch, Rücken und Beinen, die so schmerzhaft waren, dass ich mich nur noch hinlegen konnte und oft weinen musste. Zweieinhalb Wochen vor dem Entbindungstermin entwickelte ich eine Präeklampsienoch am Tag der Diagnose platzte meine Fruchtblase und es ging ins Krankenhaus. In die Wanne durfte ich nun aufgrund der offenen Fruchtblase leider nicht mehr. Anzeige Die Nacht verbrachte ich allein auf Station, nachts gingen die Wehen los und verhinderten gemeinsam mit den starken Leberschmerzen, die ich durch die Schwangerschaftsvergiftung hatte, dass ich auch nur ein Auge zu machen konnte. Doch der Muttermund zeigte sich hartnäckig und war selbst nach 10 Stunden Wehen nur wenige Zentimeter geöffnet. Lesetipp Britta Boeck Als nichts mehr ging, gab es nur noch die PDA Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich schon 8 Mal übergeben, seit 2 Tagen nicht mehr geschlafen und konnte einfach nicht mehr. Die Schmerzen waren unerträglich und ich hatte absolut keine Energie mehr. Zwischen den Wehen driftete ich immer weg, nahm meinen Freund nur noch verschwommen wahr und fühlte mich wie auf einem Drogentrip, als würde ich irgendwie meinen Körper verlassen. Ich konnte nicht mehr klar denken und brüllte wie ein Tier, sobald eine neue Wehe kam. Kurz gesagt: Ich fühlte mich nicht mehr wie ein richtiger Mensch.