Modistin ausbildung schweiz
Vielseitige Interessen unter einen Hut gebracht Modistin war immer ihr Traumberuf. Im zweiten Anlauf hat Verena Philipp ihn ergriffen. In ihrem Atelier in Chur fertigt sie Kopfbedeckungen aller Art. Reich wird sie damit nicht. Reichlich entschädigt wird sie mit der Freude an ihrem Kunsthandwerk. Das Appartement ist lichtdurchflutet. Auf einem Möbelstück ist das Jahr eingraviert. Das Haus in Chur ist Wohnraum und Werkstatt zugleich. Nebenan hängen in einem karussellartigen Ständer die fertigen Hüte. Der Beruf der Modistin entstand aus dem Hutmacher, hauptsächlich ein Männerberuf, und der Putzmacherin, primär ein Frauenberuf. Heute sind es vor allem Frauen, die dieses Handwerk ausüben, die Unikate fertigen, ihren kreativen Ideen freien Lauf lassen. Ihre Tätigkeit bezeichnet sie bescheiden als Handwerk. Ein Serienstück, beispielsweise eine einfache Jagdmütze, nimmt drei Stunden in Anspruch. Dies sind oft Schnitthüte, das heisst, es wird mit einem Schnittmuster gearbeitet. Viel Feinarbeit steckt in einem Filz- oder Strohhut - sogenannte Formhüte. Die Rohlinge werden über eine Holzform gezogen oder mit einem Bügeleisen von Hand geformt. Für sie ist die handwerkliche Genauigkeit ebenso wichtig wie die Form. Dem Laien fallen solche Details nicht immer auf. Der Modistin ausbildung schweiz ist ohnehin so aufgebaut, dass diese handwerkliche Feinarbeit meist nicht sichtbar ist. Manche Modelle entstehen bei Verena Philipp gedanklich. Ohne Zeichnungen beginnt sie, die Ideen umzusetzen. Bei der Entwicklung einer Kollektion arbeitet sie manchmal mit Skizzen. Aber sie zeichnet nicht wie ein Modedesigner konsequent Modelle, bevor sie mit der Produktion beginnt. Also fange ich damit an, und während des Arbeitens kommen mir Ideen für andere Modelle. Inspiration aus der Natur Die Themen für ihre Modelle sammelt Verena Philipp überall.