Abordnung gymnasiallehrer an grundschule
Drucken DÜSSELDORF. Zwangsversetzungen von Lehrkräften — sogenannte Abordnungen — sorgen in nordrhein-westfälischen Schulen derzeit für Ärger. Die übrigen Regierungsbezirke würden nachziehen. Die Stimmung in den Kollegien ist alles andere als entspannt. Symbolfoto Foto: Shutterstock Lehrkräftemangel herrscht überall in Deutschland, insbesondere an den Grundschulen. Allerdings fällt der Fehlbedarf je nach Region und Standort unterschiedlich schwer aus. Jahrelang ist keine nachhaltige und vorausschauende Personalpolitik betrieben worden. Aktuell werden die Schulleitungen und ihre Schulen mit der Situation zu oft alleine gelassen. Und auf der anderen Seite wird den Schulen, denen die Abordnungen zugutekommen, dadurch nicht mehr als ein zeitlich begrenztes Wundpflaster verpasst, während eine wirkliche kontinuierliche Behandlung versäumt wird. Schulische und unterrichtliche Entwicklungs- Erziehungs- und Bildungsarbeit braucht aber auch personelle Kontinuität. Deswegen muss die oberste Priorität der Landesregierung sein, ausreichend qualifiziertes Fachpersonal zu gewinnen. Diese Konstanz wird ihnen genommen. Das betrifft sowohl die abgebenden als auch die aufnehmenden Schulen. Den betroffenen Kindern wird, wegen der fehlgeleiteten Personalpolitik der vergangenen Jahre, ihr Anrecht auf optimale Bildungschancen verwehrt. Der VBE fordert, dass freiwillige Abordnungen stets Vorrang haben müssen und Lösungen gefunden werden, die den unterschiedlichen Herausforderungen der einzelnen Schulen gerecht werden. Die beteiligten Dienststellen seien aufgefordert, transparent mit den Beteiligten zu kommunizieren und nachvollziehbare Verfahrensweisen zu entwickeln. Eine Aufgabe, die sie unmöglich alleine bewältigen können.