Arbeitslosengeld 2 einfach erklärt

Wenn jemand eine feste Arbeitsstelle hatte und sie verliert, bekommt er zunächst das Arbeitslosengeld I. Wenn er weiterhin keinen Job findet, muss er das Arbeitslosengeld II beantragen. Diese staatliche Absicherung nennen viele Leute auch "Hartz IV" oder "Hartz 4", weil sie von dem SPD-Mitglied und VW-Manager Peter Hartz entwickelt wurde. Herr Hartz wurde während der Regierungszeit von SPD und Grünen im Jahre beauftragt, das deutsche Sozialsystem zu erneuern. Diese neuen Sozialgesetze traten im Januar in Kraft. Das ALG II soll laut Bundesagentur für Arbeit "eine Grundsicherung des Lebensunterhaltes gewährleisten". Man spricht in diesem Zusammenhang auch vom so genannten "Existenzminimum", also der Geldsumme, die mindestens zum Überleben nötig ist. Aber wieviel ist das? In Deutschland hat der Gesetzgeber festgelegt, dass für einen Erwachsenen Euro im Monat reichen müssen. Bei Kindern und Jugendlichen ist es noch weniger, nämlich zwischen und Euro. Viele Menschen empfinden das als ungerecht. Sie meinen, dass gerade Kinder sogar mehr Geld brauchen als Erwachsene, weil sie zum Beispiel noch wachsen und viel öfter neue Kleidung und Schuhe brauchen. Die Summen des Arbeitslosengeldes II werden Regelsatz genannt und sollen alle Bedürfnisse abdecken. So hat eine Kommission ausgerechnet, dass ,46 Euro für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke reichen. Für Bekleidung und Schuhe sind pro Monat 30,40 Euro vorgesehen. Für Bildung stehen monatlich 1,39 Euro zur Verfügung. Miete und Heizkosten muss der ALG II-Empfänger im Normalfall nicht selbst bezahlen. In bestimmten Fällen und besonderen Lebenslagen kann man auch extra Geld beantragen. Zum Beispiel wenn arbeitslosengeld 2 einfach erklärt seine erste Wohnung bezieht und Möbel braucht oder wenn man ein Baby bekommt, für das man sorgen muss. Über den Antrag muss die Arbeitsagentur entscheiden, er kann auch abgelehnt werden. ALG II bekommt nur jemand, der kein eigenes Geld mehr hat. Pro Lebensjahr werden dem Antragsteller Euro zugebilligt. So darf also ein Jähriger 4. Hat er mehr Geld zusammengespart, muss er so lange davon leben, bis nur noch 4. Erst dann hat er Anspruch auf ALG II. Das ALG II war ursprünglich nur für Menschen gedacht, die arbeitslos sind.