Ahv rente für alle gleich

Von Barbara Zimmermann-Gerster Der demografische Wandel stellt die AHV vor grosse Herausforderungen. Mit einer AHV-Rente für alle wird das wichtigste Sozialwerk der Schweiz unnötig zusätzlich belastet. Die Initiative wirkt auf den ersten Blick verlockend, würde aber zu unnötigen Mehrkosten für alle führen. Die AHV ist eine der tragenden Säulen der Schweizer Altersvorsorge. Neben der beruflichen und privaten Vorsorge sichert sie als staatliche Vorsorge den Existenzbedarf ab Eintritt in das Rentenalter. Die AHV wird im Umlageverfahren finanziert. Das heisst, die heutigen Erwerbstätigen und Arbeitgeber bezahlen mittels Lohnabzüge den heutigen Rentenberechtigten ihre AHV-Rente. Weiter wird sie mit der Beteiligung durch den Bundeshaushalt gut ein Fünftel der Ausgaben und mit Steuereinnahmen Einkommens- und Vermögenssteuer, Mehrwertsteuer etc. Im Zuge der demografischen Entwicklung die Lebenserwartung steigt; die Babyboomer gehen in Pension verstärkt sich das Missverhältnis zwischen Einzahlenden und Pensionierten: Während noch 6,5 Einzahlende auf eine Person im Rentenalter kamen, so waren es noch 3,2 und werden es noch 2,1 Einzahlende sein. Mit anderen Ahv rente für alle gleich Immer weniger Erwerbstätige müssen die AHV für immer mehr Rentnerinnen und Rentner finanzieren. Das allein stellt bereits eine grosse Herausforderung für die Finanzierung eines unserer wichtigsten Vorsorgewerke dar. Quelle: Referenzszenario des BFS, eigene Darstellung Schaut man sich die Finanzperspektiven der AHV an, wird klar: Bereits ab dem Jahr übersteigen bei der AHV die Ausgaben die Einnahmen. Dass dieser Moment nicht bereits früher eintrifft, haben wir auch der vor kurzem beschlossenen AHVReform zu verdanken. Mit der Erhöhung des Rentenalters der Frauen und der Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 8,1 Prozent, konnte erreicht werden, dass das Umlageergebnis — die Differenz aus Einnahmen und Ausgaben — immerhin bis positiv bleibt. Ab dann schreibt das Sozialwerk wieder rote Zahlen, wodurch die Finanzierung der laufenden Renten nicht mehr gesichert ist. Wie die Finanzierung anschliessend im Lot bleiben soll, muss die Politik spätestens bis definieren. Bis dann muss der Bundesrat eine weitere AHV-Reform zur Stabilisierung der AHV präsentieren. Die AHV-Rente — eine verfängliche Idee Dass nun — inmitten der Bestrebungen zur längerfristigen Stabilisierung der AHV — die Idee für eine AHV-Rente ins Spiel kommt, ist verantwortungslos. Die Einfachheit der Lösung besticht auf den ersten Blick: Simpel und einfach sollen jede Rentnerin und jeder Rentner zusätzlich zur bestehenden AHV-Rente die Monatsrente noch ein Mal erhalten. In Zeiten der deutlich steigenden Krankenkassenprämien und höheren Lebensmittelpreisen scheint es zunächst einmal eine soziale Lösung zu sein. Auch mit Blick auf das eigene Portemonnaie mag eine Woher die Finanzierung einer AHV-Rente kommen soll, darüber schweigen sich die Initianten aus.