Hcl in wasser gelöst
Aber auch alle anderen Flüssigkeiten können als Säure oder Base reagieren. Um das zu verstehen, ist ein genauer Blick bis hinunter auf die Molekülstruktur notwendig. Es gibt dabei verschiedene Theorien, die die Wirkungsweise von Säuren und Basen erklären. Eine bekannte Definition stammt von dem schwedischen Physikchemiker S. Eine Säure ist ein Stoff, der in wässriger Lösung Wasserstoff-Ionen bildet. Eine Säure gibt bei einer chemischen Reaktion ein positiv geladenes Hcl in wasser gelöst ab. Bei einer Reaktion mit Wasser entsteht dann eine saure Lösung. Beispiel: Das Chlorwasserstoffmolekül HCl gibt ein Proton ab und agiert somit als Protonendonator, also als Säure. Übrigens: Betrachtet man diese Reaktion im Wasser etwas genauer, so stellt man fest, dass das Proton Wasserstoff-Ion vom Wassermolekül aufgenommen wird: Das Wassermolekül reagiert damit als Protonenakzeptor, also als Base. Beispiel: Das Ammoniakmolekül NH3 nimmt als Base ein Proton vom Wasser auf. Es entsteht eine alkalische Lösung, also eine Lauge. Und das Wasser gibt ein Proton ab und ist — eine Säure. Neben Wasser gehört auch Ammoniak NH3 in diese Gruppe. Bei der Verdünnung von Wasser und Säure gilt immer noch der alte Spruch: Zuerst das Wasser, dann die Säure, sonst geschieht das Ungeheure! Erklärung: Beim Lösen der Schwefelsäure-Moleküle in Wasser entsteht Wärme. Gibt man ein wenig Wasser zu Säure, erhitzt sich das Wasser sehr schnell und kann schlagartig verdampfen — zusammen mit Säuretröpfchen. Und das kann ins Auge gehen! Es gibt nicht die Säure oder die Base — die Stoffe sind sehr verschieden und haben daher auch sehr unterschiedliche Eigenschaften. Dazu gehört auch der pH-Wert. Ohne Säuren und Laugen würde der Alltag nicht so gut funktionieren. Die Salzsäure im Magen hilft beim Verdauen, Reinigungsmittel meist alkalisch unterstützen beim Putzen, und Fruchtsäuren wie Apfelsäure lassen Obst erst nach Obst schmecken. Aber nicht immer sind Säuren in der Natur hilfreich, ein Beispiel dafür ist der saure Regen. Vorsicht Säure!